
Im NWZ-Interview mit Stefan Simon stellt unser Vorsitzender Ulrich Mathias Gerr unsere am 10. April beginnende Fortbildung Reframe – Qualifizierung für antisemitismuskritische Bildung & Praxis vor und spricht über aktuelle Herausforderungen in Bezug auf Antisemitismus, insbesondere an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.
Der vollständige Artikel kann am 31.03.2026 in der NWZ oder online hier gelesen werden. Aus dem Interview:
„Antisemitische Äußerungen nehmen zu und werden offener geäußert. Viele Lehrkräfte berichten, dass dies inzwischen ein Alltagsproblem in Schulen ist. Häufig dient der Nahostkonflikt als Anlass, bestehende Ressentiments zu äußern. Gleichzeitig wird Erinnerungskultur – etwa im Kontext der Shoah – teilweise verächtlich gemacht.“
„Viele Betroffene fühlen sich unsicher oder verbergen ihre Identität. Bildungseinrichtungen müssen davon ausgehen, dass es betroffene Personen gibt, und entsprechend sensibel reagieren.“
Unsere Qualifizierung Reframe bildet Multiplikator*innen für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit aus. Die Teilnehmenden werden befähigt, im Anschluss selbst Workshops und Bildungsangebote durchzuführen. Eine Anmeldung ist noch möglich bis 2. April.
„Das Thema ist für viele Menschen, unabhängig von ihrem Hintergrund, stark emotional aufgeladen. Deshalb setzen wir auf Methoden, die sowohl Wissen vermitteln, als auch zur Reflexion anregen. Wichtig ist, Kontroversen nicht zu vermeiden, sondern konstruktiv anzugehen.“
Das Projekt Reframe – Qualifizierung für antisemitismuskritische Bildung & Praxis wird gefördert durch die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung und die Partnerschaften für Demokratie Oldenburg (PfD). PfD wird getragen vom Präventionsrat Oldenburg und dem Amt für Zuwanderung und Integration. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“.